Landgericht Frankfurt am Main bestätigt Rechtsprechung zu zehnjähriger Verjährungsfrist bei Filesharing – Beklagter vollumfänglich verurteilt

Landgericht Frankfurt am Main bestätigt Rechtsprechung zu zehnjähriger Verjährungsfrist bei Filesharing – Beklagter vollumfänglich verurteilt

29. November 2015 in Medienrecht

Mit Urteil vom 11.11.2015 (Az. 2-06 S 14/15) hat das Landgericht Frankfurt am Main erneut entschieden, dass für den Schadensersatzanspruch nach der Lizenzanalogie auch bei Filesharing-Handlungen die zehnjährige Verjährungsfrist nach § 102 S. 2 UrhG i.V.m. § 852 BGB Anwendung findet. Diese Auffassung hatte das Landgericht bereits in seiner nunmehr rechtskräftigen Entscheidung vom 08.07.2015, Az. 2-06 S 21/14 (vgl. MMR 2015, 746 und GRUR-RR 2015, 431) überzeugend dargelegt.
Die von BaumgartenBrandt Rechtsanwälten vertretene Klägerin und Berufungsklägerin hatte den Beklagten wegen unerlaubter öffentlicher Zugänglichmachung des Spielfilms „Niko – ein Rentier hebt ab“ im Jahr 2010 außergerichtlich abmahnen lassen und verlangte neben dem Schadensersatz nach der Lizenzanalogie in Höhe von 400,00 € Rechtsverfolgungskosten in Höhe von 555,60 €. Beide Forderungen wurden in zweiter Instanz vollumfänglich zugesprochen und der Beklagte unter Abänderung des Urteils des Amtsgerichts Frankfurt am Main (Az. 31 C 2480/14 (96)) zur Zahlung von insgesamt 955,60 € nebst Zinsen sowie zur Kostentragung in beiden Instanzen verurteilt. Die Revision wurde zugelassen.

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